Sensei Mona Wilke
3. Dan Sei-Ryu-Do
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Sei-Ryu-Do
Biografieauszug von Sensei Mona Wilke
Es
war, für uns Laien, wie die gewissenhafte Einführung in einen sehr
verantwortungsvollen Handwerksberuf, voll ruhiger Beharrlichkeit und Erklärungen,
die Erkenntnisse und Schlussfolgerungen aus intensivem Studium fesselnd
offenbarten, ohne Arroganz oder Mystifizierung.Sommer
`92: vier Jahre Schichtdienst und letzte Prüfungen lagen hinter mir, ich
war leer und urlaubsreif, ... ... Urlaub und dann... ... ? Privatmensch,
Bundesbürger und Job oder Hausfrau? Gut, aber etwas fehlte tief in mir.
Nur wenige Freunde wussten von dieser Suche nach Tiefgründigkeit und
individuellem Weg.
Eine
liebe Freundin gab DIE Info: „ Im Nachbarort
findet ein Karatekurs statt.“ Etwas tun für Körper und Geist
(bessere Gesundheit)! Dies und die Motivation
keinerlei Leistungsvergleiche mehr einzugehen, sondern eher dort
anzuknüpfen, wo meine individuelle Förderung
Jahre zuvor verblasste,
war mein Vorhaben beim Kennen lernen dieses Kampfkunstsystems.
Ab Anfang November `92 absolvierte ich erste Stunden
unter „Sensei Roland Rene` Horn“ und erhielt eine Einladung ins Hombu
– Dojo nach Berlin, welches ich aus intriganten Gründen erst zur Schließung
(Mietwucher) im Februar 1993 besuchte. Der regelmäßige Unterricht ging
jedoch sowohl in Berlin (mit Sensei Dittmar Klaus), als auch in
brandenburgischen Turnhallen und angemieteten Räumen weiter. Trotz meiner körperlichen Unsportlichkeit fand die
Grundausbildung deutlich ihren physischen Anteil, mit meiner Erkenntnis,
dass in den Kampfkünsten ein Ausgleich von geistigem und körperlichem
Studium stattfindet. Die Anweisungen, WIE und WODURCH der Körper im
Sei-Ryu-Do bewegt wird, forderte die Sensibilisierung aller Sinne,
Unterscheidungsvermögen und Selbstbeobachtung in fließend gesteigerter
Form (je Ausbildungsstufe).
Nach einigen Wochen wurde ich in einem ruhigen Moment
vom Großmeister gefragt, was für eine Ausbildung ich denn nun möchte. „Schock“ !!!
Einem verdatterten Nachdenken folgte herausplatzend:
„Na die Richtige!“
Im
Studium existiert keine Form der Diskussion – in diesem Sinne herrscht
keine Demokratie. Es geht um das Verstehen, Akzeptieren und Ausführen der
aktuellen Übungen, Anweisungen, Verhaltensetikette und somit um meine
Annahme als Meisterschüler in der Form des „Shitei“, das gegenseitige
Abkommen zwischen Schüler und Meister jeweils alles an Aufmerksamkeit und
Bemühen zu geben – der besondere „VERTRAG“.
Neugierig
gelang es die Bewegungsformen, -arten mit Hintergrund und
philosophisch-geistigem Zusammenspiel zu erforschen. Persönliche
Erkenntnisse waren zum unerschöpflichen Quell meiner neuen Lebensfreude
geworden, parallel zum (manchmal) hartem Studium. Denn das wurde es, während
der ganz natürlichen Entwicklungsphasen mit den ersten Gurten (best. Prüfungen)
und all den intensiven Ereignissen.
Meisters „Sensei Roland Rene` Horn“.
Kurze Erklärung:
Nach vielen Jahren der organisatorischen Unabhängigkeit gestand „Sensei
Roland“ seinem Schüler zu, als Danträger und Repräsentant des
Sei-Ryu-Do in den DJJR (Anfang der 90ziger) einzutreten. Das System selbst
ist mit dem Systembegründer und Großmeister erst 2000, nach jahrelangem
Kennen und guten Kontakt zu „Sensei Klaus Härtel“, auf Anfrage hin,
in die Deutsche Kampfkunst Föderation ( DKKF) eingetreten.
Braungurtphasen:
Diese 1. Einweihung durfte ich durch die „zarten Hände“ von „Sensei
D.Klaus“ und „Sensei C.Eckelmann“ erfahren
– ausgeliefert – mit ein wenig Unterstützung durch „Sensei Roland R.
Horn“ in Form ferner Anwesenheit. Während jenen Wochenendseminars
erkannte ich was Wissen aus Büchern ist, und was anwendbare durchlebte
Studien für Fähigkeiten ausgebildet hatten – natürlich Schritt für
Schritt durchgetestet von den „Sensei`s“ am lebenden Objekt, körperlich
wie emotional hin zum „Selbstvertrauen“ von INNEN. Prüfungen vom 3.
über 2. bis 1. Kyu und Sho Dan Ho folgten.
1995 fand mit der Zeremonie zum 1. Dan für „Sensei
Mario Jakob“ auch die Einweihung des neuen Zentral -
Dojo`s des SEI – RYU – DO
Atmung-Bewegung-Bewußtsein,
Meditation, Karate Do, Koordination (z.B. Sai, Bo) und Selbstverteidigung
statt.
An
diesen Ereignissen teilzunehmen, war bewegend und gehörte dosiert zur
Dojoausbildung ebenso dazu, wie zu lernen, dass der Verstand, welcher mir
als Werkzeug und Instrument dienen soll, dem sogenannten
„Selbstbewusstsein“ oft vorgaukelt, alles im Griff zu haben.
Neue Danprüfungen erweiterten den Verantwortungsbereich für
die eigene Ausbildung und den bisherigen Unterricht, es gesellten sich Aufgaben für die Prüfungsvorbereitung der
Braungurt- und Dananwärter hinzu, als ihr Übungs- und Ansprechpartner im
Fortgeschrittenen- und Dojobereich.
Jeder
von uns ist „Mensch“ -
nicht vollkommen, sondern hat auf der eigenen Ebene zu lernen. Für
alles kommt eine Zeit. Ist
ES an IHR? (Wünsche,
Träume und Arbeite, ... erst reinriechen ... ... ... ein eigenes Licht
wird aufgehen, irgendwann ... )
Ich
vertraue auf die nötige Begleitung meines Meisters, ... ... meiner
Meister, auf dem Weg – dem
DO und Nutzung dieser persönlichen Erfahrungen
- wann und wo
auch immer.
Sensei
Mona Wilke
Meister
des Sei – Ryu – Do Ausbildungssystems
Initiierte
in ECK
Die
Erfahrungen auf dem Weg des Lebens gehen weiter,... ... eine davon: im Sei
– Ryu – Do lernen wir Danträger uns nicht mit „Zahlen“ zu schmücken.
Lauernde Eitelkeit, ... auch
wenn mein „Sensei“ provokant mit einem Pokal lockte, ... der fehlte
noch in meiner Sammlung!
Gruppe Tauche Sensei Mona Wilke rechts
